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Sonntag, 11. Januar 2015

Dörfer der Balagne Pigna/Korsika



Gegründet wurde Pigna um das Jahr 800 n. Chr. von Consalvo, dem Waffengefährten des Grafen Colonna, päpstlicher Gesandter, um Korsika von den Sarazenen zu befreien.
Pigna, das auf einem Hügel umgeben von Olivenhainen über der Bucht von Algajola liegt, ist eine Hochburg für Künstler und Handwerker. Es gehört zu den malerischen Dörfern, für die die Balagne berühmt ist. Seine steilen Kopfsteinpflastersträßchen und in Stufen angelegten Gassen drängen sich dicht um die Kirche. Ein kleines, belebtes Labyrinth, das man zu Fuß erkunden muss und in dem man sich kaum verlieren, dafür aber sicherlich die eine oder andere nette Begegnung haben kann. Nach einer Zeit des Niedergangs ist das schöne mittelalterliche Dorf ein Symbol für die Wiederbelebung der korsischen Musik und des traditionellen Handwerks geworden.
Ein Dorf für die Musik, oder besser das Dorf der Musik, und nicht nur der korsischen, sondern auch des Jazz und der Volksmusik. Kurz und gut: ein Ort im Mittelmeer, um alle Musikarten des Mittelmeers zu hören und zu vergleichen.

Koordinaten: 42.599293, 8.903370










Donnerstag, 1. Januar 2015

Nonza (Korsika)



Nonza ist eine französische Gemeinde mit 72 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Nordosten der Mittelmeerinsel Korsika und liegt am Cap Corse.
Bekannt ist das kleine Dorf, das auf einem 200 Meter hohen Felsen liegt, vor allem durch seinen grauen Strand. Auf einer Länge von über einem Kilometer erstreckt er sich unterhalb der Häuser und des 1550 erbauten quadratischen und restaurierten Genueserturms, der allerdings aus pisanischer Zeit stammt und Teil der Torregiana war. Die kleinen, grauen Steine des Strands erhielten ihre Farbe vom Schiefer und einem heute geschlossenen Asbest-Abbaubetrieb nördlich des Strands. Eine Steintreppe mit über 1000 Stufen führt von Nonza zum meist menschenleeren Strand.

Nonzas Kirche Ste-Julie aus dem 16. Jahrhundert besitzt einen barocken Marmoraltar italienischer Herkunft (1694) sowie ein Gemälde der gekreuzigten Julia, der Schutzheiligen Korsikas. Der Altar sowie die Orgel stehen unter Denkmalschutz.

Die unweit gelegene Grotta Scritta weist die einzigen Höhlenmalereien der Insel auf.













Dienstag, 30. Dezember 2014

Corte (Korsika)



Corte (korsisch Corti) ist eine Gemeinde und die einzige bedeutende Stadt und Unterpräfektur des gleichnamigen Arrondissements im Inneren der französischen Insel Korsika am Zusammenfluss von Restonica und Tavignano. Sie liegt auf einem Hochplateau auf 436 m Höhe und hat 7098 Einwohner (Stand 1. Januar 2011). Durch den korsischen Staatsmann Pascal Paoli war Corte von 1755 bis 1769 die Hauptstadt der Insel. Die Kämpfe des Mittelalters sowie die Kriege um die Unabhängigkeit haben ihre Spuren in dieser Hochburg der Geschichte hinterlassen. Heute ist Corte mit seiner malerischen Altstadt ein touristischer Höhepunkt auf der Insel und hat besonders im oberen Teil seinen strengen und ernsten, teilweise sogar feindlichen Charakter erhalten, mit seinen engen, steilen Gässchen zwischen den schiefergedeckten Häusern.

Mit seinen Schluchten und Bergen hat Corte schon immer eine bedeutende militärische Rolle gespielt. Im 9. Jahrhundert war der Ort eine wichtige Stadt und wurde von der Republik Genua im 13. Jahrhundert erobert. 1419 eroberte der Lehnsherr Vincentello d'Istria den Ort und errichtete die Zitadelle. Später erhielt die Bank des Hl. Georg (das militärische Finanzinstitut der Genuesen) die Stadt aus den Händen der Lehnsherren von Campo Fregosso. Während der kurzen französischen Zugehörigkeit schickte 1553 der Marschall von Thermes den Adligen Sampiero Corso in die Stadt; er wurde ihr Befreier, die Bewohner übergaben ihm freiwillig die Schlüssel. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Cateau-Cambresis 1559 fiel Korsika jedoch wieder an Genua zurück.

Im Jahre 1734 bemächtigten sich die Franzosen jedoch wieder der Stadt. Aber 1745 eroberten die Korsen unter Jean-Pierre Gaffori („Schützer der Nation“) die Stadt erneut. 1751 betraut die „Consulta von Orezza“ ihm mit der Exekutivgewalt. Zwischen 1755 und 1769 war Corte die Hauptstadt des unabhängigen Teils von Korsika unter Pascal Paoli. Dieser „aufgeschlossene Despot“, Freund von Jean-Jacques Rousseau und James Boswell, reorganisierte Korsika als Staat und gab ihm eine demokratische Verfassung. In ihr waren bereits Gewaltenteilung und Volkssouveränität verankert. Gleichzeitig gründete er die erste (und bis heute einzige) Universität Korsikas im Nationalpalast. Genua behielt jedoch die Vormachtstellung an der Küste. Da sich Paoli weigerte, mit Genua zu verhandeln, wandte sich diese Republik an Frankreich. Unter Choiseul, einem Minister von Ludwig XV., wird die Insel im Vertrag von Versailles (1768) an Frankreich verkauft. Dieser „Verkauf“ veranlasste Paoli und seine Landsleute zu einem neuen Aufstand. Nach der Niederlage von Ponte Novu im Mai 1769 zog sich Paoli nach Corte zurück, doch nach vergeblichem Widerstand fällt die Stadt wieder in die Hände der Franzosen.

Die Zitadelle von Corte ist die einzige größere militärische Festung im Landesinnern. Der Felsvorsprung wurde bereits im 9. Jahrhundert befestigt. Allerdings wurde erst 1419 die Burg unter dem korsischen Abenteurer Vincentello d'Istria, Vizekönig von Aragonien, gebaut. Besonders beeindruckend ist das „Adlernest“, die Südspitze des Felssporns. Es ist über eine Treppe aus „Restonica-Marmor“ zu erreichen. Im Innern der Zitadelle gab es ursprünglich kleine Häuser und eine Kapelle. Ludwig XV. und schließlich Ludwig XVI. veränderten diesen Teil und begannen mit dem Bau der Kaserne.

Doch erst unter Louis Philippe erhielt die Festung ihr endgültiges Aussehen. Die Häuser und die Kapelle wurden zerstört und die Bewohner im „Lubiacce“, dem „Gebäude der 100 Bewohner“, untergebracht. Die militärischen Gebäude boten zunächst der Garnison Unterkunft und wurden anschließend zu einem Gefängnis für politische Gefangene umgebaut. Die Einrichtungen können besichtigt werden: Vom „Adlernest“ aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Umgebung. Heute beherbergt die Zitadelle das Nationalparkbüro, ein Museum über korsische Geschichte sowie Einrichtungen der Universität.
(wikipedia)













Ajaccio (Korsika)



Ajaccio, korsisch: Aiacciu ist eine französische Gemeinde mit 66.809 Einwohnern  und die Hauptstadt der Mittelmeerinsel Korsika. Innerhalb der Gliederung Frankreichs ist Ajaccio Hauptstadt der Region Corse (Korsika) sowie Sitz der Präfektur des Départements Corse-du-Sud.
Ajaccio liegt am Nordufer des gleichnamigen Golfes an der südlicheren Westküste Korsikas. Rund zehn Kilometer westlich, am Golf von Ajaccio, liegt die Inselgruppe L’archipel des Sanguinaires.
Zur Zeit der Ptolemäer war die Küstenregion bereits besiedelt, zur römischen Zeit gab es den Hafenort Adiacium. Das heutige Ajaccio wurde 1492 von den Genuesen gegründet. Bedeutung erlangte die Stadt jedoch erst im 17. und 18. Jahrhundert. Nachdem Korsika 1768 an Frankreich fiel, wurde Ajaccio 1793 Sitz des Départements Liamone und 1811 des Départements Corse (Korsika). Ihr berühmtester Sohn, Napoléon Bonaparte, wurde 1769 hier geboren.
Das korsische Regionalparlament (Assemblée de Corse) ist hier seit seiner Gründung im Jahre 1982 beheimatet. Die Gründung dieses Parlamentes erfolgte im Zuge der Regionalisierung Frankreichs unter Staatspräsident François Mitterrand.
Ajaccio verfügt über den größten Flughafen der Insel, den internationalen Flughafen Campo dell'Oro. Der Handelshafen ist nach dem von Bastia der zweitgrößte der Insel. Fähren verbinden Ajaccio ganzjährig mit Marseille, Toulon und Nizza. Zur Saison gibt es außerdem innerkorsische Fährverbindungen nach Calvi und Propriano.
Am Hafen befindet sich der Bahnhof der korsischen Eisenbahn nach Bastia und Calvi. 
(Wikipedia)